Krisenfest wird Pflege dort, wo Wissen, Kompetenz und Innovation zusammenkommen.

Pflegefachpersonen übernehmen in Krisen- und Katastrophensituationen eine wichtige Verantwortung. Damit sie darauf vorbereitet sind, braucht es entsprechende Kompetenzen bereits in der Ausbildung. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet das erfolgreich abgeschlossene Projekt MODINA – Krisenresilienz durch Pflegekompetenz.
Das vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beauftragte Projekt wurde unter Federführung der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. gemeinsam mit der Württembergischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz e.V. und weiteren wissenschaftlichen Partnern umgesetzt. Ziel war die Entwicklung des Ausbildungsmoduls „Pflegehandeln in Krisen und Katastrophen – Disaster Nursing“ für die generalistische Pflegeausbildung.
Entstanden sind praxisnahe Lehrmaterialien und simulationsbasierte Planspiele, die angehende Pflegefachpersonen auf besondere Einsatzsituationen wie Pandemien, Naturkatastrophen oder Cyberangriffe vorbereiten. Die Ergebnisse wurden im Juli 2026 im Rahmen der Abschlussveranstaltung vorgestellt.
Damit die entwickelten Inhalte nachhaltig in der Pflegeausbildung verankert werden können, startete im August 2026 das Folgeprojekt „Qualifizierung von Lehrenden für das Unterrichtsmodul MODINA – Pflege in Krisen- und Katastrophensituationen“.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines bundesweit nutzbaren Qualifizierungsprogramms für Lehrende an Pflegeschulen und Hochschulen. Ziel ist es, Lehrende dabei zu unterstützen, Inhalte des Disaster Nursing praxisnah zu vermitteln und angehende Pflegefachpersonen auf Krisen- und Katastrophensituationen vorzubereiten.
Begleitet wird das Projekt vom Deutschen Pflegerat als fach- und pflegepolitischem Partner. Zudem entsteht ein bundesweites Netzwerk aus Lehrenden, Fachleuten und Institutionen, das den Austausch über Erfahrungen und bewährte Konzepte fördern soll. Nach Projektende wird das Netzwerk durch das Kompetenzzentrum Pflege im Bevölkerungsschutz der DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. weitergeführt.
Schulungsunterlagen: Die Materialien für Auszubildende stehen auf der Website des BIBB kostenlos zum Download bereit.
Wie kann die pflegerische Versorgung von Menschen auch in Krisen und Katastrophen sichergestellt werden? Dieser Frage widmet sich das Forschungsprojekt TELEPIK des DRK-Generalsekretariats.
Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer digitalen Lösung, die die pflegerische Versorgung in Notunterkünften unterstützt. Pflegerelevante Informationen sollen sicher dokumentiert und zwischen den beteiligten Helfenden und Pflegefachpersonen weitergegeben werden können. Gleichzeitig soll es möglich sein, Pflegefachpersonen aus der Ferne einzubeziehen und Helfende vor Ort bei pflegerischen Aufgaben fachlich anzuleiten.
TELEPIK verbindet damit Pflegefachlichkeit, Digitalisierung und Bevölkerungsschutz und soll dazu beitragen, auch unter besonderen Bedingungen eine bedarfsgerechte und sichere Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu ermöglichen.
Auf einen Blick:
Mehr Informationen zum Forschungsprojekt:
